Lehrveranstaltungen Filmwissenschaft / Mediendramaturgie

MA S. Mediale Dramaturgien II: Das Format in der Film- und Medienwissenschaft

Univ.-Prof. Dr. Alexandra Schneider Hediger

Kurzname: S. Mediale Dramat II
Kursnummer: 05.658.115

Inhalt

Das Format lässt sich als Scharnierbegriff verstehen der hilft, Unterschiede und Kontinuitäten zwischen medialen Konfiguration und Praktiken genauer in den Blick zu nehmen. Darüber hinaus werden mithilfe des Formats Phänomene sichtbar, die insbesondere in der Filmwissenschaft bislang eine eher untergeordnete Rolle gespielt haben: Fragen der Distribution bzw. Zirkulation, der Operabilität, Kompatibilität und Kompression und auch der Standardisierung und der Infrastrukturen, also Fragen nach der kulturellen Bedeutung von Recht und Ökonomie in vergangenen und gegenwärtigen Filmkulturen. Darüber hinaus kommt dem Format auch eine Bedeutung bei der dramaturgischen Zurichtung von audiovisuellen Texten (etwa im Hörfunk und im Fernsehen) zu.

Auf der Basis zentraler Texte zu einer film- und medienwissenschaftlichen Theorie des Formats werden wir in diesem Seminar an konkreten Fallstudien arbeiten, wobei es auch darum gehen soll, ästhetische Perspektiven mit technologischen, juristischen und ökonomischen Perspektiven zu verknüpfen. Mögliche Beispiele für solche Fallstudiene sind etwa bestimmte analoge und digitale Filmformate, die Bildauflösung und -frequenz und das Seitenverhältnis, aber auch Phänomene wie SnapChat, mucical.ly etc.


Empfohlene Literatur:

Jonathan Sterne. MP3: The Meaning of a Format. Durham: Duke University Press, 2012.Lisa Parks und Nicole Starosielski (Hrsg.). Signal Traffic. Critical Studies of Media Infrastructures. Urbana-Champaign: University of Illinois Press, 2015.