Lehrveranstaltungen Filmwissenschaft / Mediendramaturgie

S. Einführung in die Filmanalyse

Laura Katharina Mücke M.A.

Kurzname: S Einf Filmanalyse
Kursnummer: 05.054.16_330

Inhalt

Ziel des Seminars ""Einführung in die Filmanalyse"" ist die Vermittlung einer filmwissenschaftlichen Terminologie, die der Beschreibung und Analyse filmischer Inszenierungen dient. Ausgehend von den zentralen Gestaltungsebenen des Films – der visuellen Organisation des Bildfeldes, der Ästhetik des Tons und der Synthese des Materials im Schnitt – wird dabei sukzessive ein Vokabular zur präzisen Beschreibung filmischer Ausdrucksformen erarbeitet. Systematisch und argumentativ bewegt sich dieses Seminar stets vom Kleinen zum Großen, vom Einfachen zum Komplexen hin, sodass sämtliche Gestaltungsparameter des Films in logischer Reihenfolge thematisiert und miteinander verknüpft werden. Da Film ein audiovisuelles Medium ist, liegt der thematische Schwerpunkt zunächst auf der visuellen Analyse (Kameraarbeit, Lichtsetzung, Raumgestaltung, Komposition) und auf der auditiven Analyse (Filmmusik, Sounddesign). Darauf aufbauend geht es bei der Montage darum, wie Bilder und Töne zueinander in Bezug gesetzt und somit in Bedeutungskontexte eingebettet werden. Im Anschluss wird bei der narrativen Analyse der Blick geweitet, um nun szenenübergreifende Erzählmuster und -mechanismen zu untersuchen. Da die meisten Filme in einem nicht zu unterschätzenden Maße von ihren Darstellern „getragen“ werden, sollen auch divergente Schauspielkonzeptionen und verschiedene Facetten filmischer Verkörperung Erwähnung finden. Abschließend werden die gängigsten Erscheinungsformen des Films vorgestellt, wobei Begriffe wie Gattung und Genre voneinander abzugrenzen sind. Thematisiert werden verschiedene Möglichkeiten der Systematisierung, wobei auch eine Sensibilität dafür entwickelt werden soll, inwiefern Formen der Klassifikation die Zuschauererwartung beeinflussen.

Voraussetzungen / Organisatorisches

Bitte beachten Sie, dass zu diesem Kurs ein ergänzendes Tutorium (2 SWS) angeboten wird, an dem Sie (auf freiwilliger Basis) teilnehmen können und sollten. Im Tutorium wird die im Seminar vorgestellte filmwissenschaftliche Terminologie wiederholt, an filmischen Beispielen konkretisiert und diskutiert.

Aus organisatorischen Gründen werden die Zeiten und Räume erst zur zweiten Lehrveranstaltungsanmeldephase veröffentlicht.

Empfohlene Literatur

Beller, Hans (Hrsg.): Handbuch der Filmmontage. Praxis und Prinzipien des Filmschnitts. 5. Aufl. Konstanz 2009. Bordwell, David: Narration in the Fiction Film. London 1985. Bordwell, David/Kristin Thompson: Film Art. An Introduction. 10. Aufl. New York 2012. Borstnar, Nils/Eckhard Pabst/ Hans Jürgen Wulff: Einführung in die Film- und Fernsehwissenschaft. 2. Aufl. Konstanz 2008. Eder, Jens: Dramaturgie des populären Films. Drehbuchpraxis und Filmtheorie. 3. Aufl. Hamburg 2007. Flückiger, Barbara: Sound Design. Die virtuelle Klangwelt des Films. 3. Aufl. Marburg 2007. Hickethier, Knut: Film- und Fernsehanalyse. 5. Aufl. Stuttgart/Weimar 2012. Koebner, Thomas (Hrsg.): Reclams Sachlexikon des Films. 3. Aufl. Stuttgart 2011. Kuhn, Markus: Filmnarratologie. Ein erzähltheoretisches Analysemodell. Berlin (u.a.) 2011 Monaco, James: Film verstehen. Kunst, Technik, Sprache, Geschichte und Theorie des Films und der Neuen Medien. Überarbeitete und erweiterte Neuausgabe. 2. Aufl. Reinbek bei Hamburg 2012. Webers, Johannes: Handbuch der Film- und Videotechnik. 8. Aufl. München 2007.