Mainzer Beiträge zur Kulturanthropologie/Volkskunde

herausgegeben von der Gesellschaft für Volkskunde in Rheinland-Pfalz

Das Erbe der Morloks. Untersuchungen über das Wirken einer Heilerdynastie im Nordschwarzwald
Illustration

Anne-Christin Lux

Diese Untersuchung wurde durch die Entdeckung eines außergewöhnlichen Corpus von Handschriften aus dem 18. und 19. Jahrhundert inspiriert. Gefunden wurde es auf einem alten Bauernhof im Nordschwarzwald. Dort hatte man das Konvolut – bestehend aus Rezepturen, Segen, Beschwörungsformeln, Amuletten sowie magisch-sympathetischen Anweisungen – einst sorgsam versteckt. Wie man weiß, stammt es aus dem Besitz der Familie Morlok, von der sich einzelne Vertreter bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts als Heiler bzw. Laienbehandler betätigten. Ihr vor Ort nicht in Vergessenheit geratenes Wirken wurde nach dem Schriftenfund medial rasch aufgegriffen und erregte bald überregionale Aufmerksamkeit. Die Studie über „Das Erbe der Morloks“ widmet sich daher nicht nur den historischen Papieren und ihren früheren Besitzern, sondern auch der gegenwärtigen Rezeption der Heiler-Vergangenheit und ihrer medialen Inszenierung. Dabei erfahren die aufgefundenen Schriften eine sorgsame Interpretation sowie weiterführende Kontextualisierung und werden darüber hinaus in ihrer zeitgenössischen Wirkung analysiert. Buch bestellen ...


Schamanische Sinnentwürfe? Empirische Annäherungen an eine alternative Kulturtechnik In der Eifel der Gegenwart
Illustration

Mirko Uhlig

Immer mehr Menschen wenden sich in prekären Lebenslagen Konzepten jenseits klassischer Therapieangebote zu. Auf welche Weise und mit welchen Zielen werden diese alternativen Sinnentwürfe genutzt? Inwiefern helfen sie, den Alltag neu zu strukturieren?

Der Gegenwartsschamanismus, als Kulturtechnik in diesem Sinne verstanden, wird häufig unter Oberbegriffen wie „New Age“ oder auch „Esoterik“ verhandelt – allerdings selten ohne abwertende Absicht. Dass sich die „Feldrealität“ ambivalenter, gesellschaftskritischer und bisweilen selbstironischer erweist, als gemeinhin angenommen wird, zeigen die Biographien der in diesem Buch interviewten, begleiteten und portraitierten Menschen. In 21 Fallbeschreibungen werden ganz eigene Weltsichten und Gewohnheiten formuliert sowie Hoffnungen, aber auch Zweifel zur Sprache gebracht. Letztere richten sich dabei nicht allein gegen gesellschaftliche Schieflagen oder den eigenen Lebensweg, sondern bisweilen auch gegen das Projekt einer empirischen Annäherung selbst. Somit möchte dieser Band auch einen Beitrag zur Diskussion um die Möglichkeiten ethnographischer Praxis leisten. Buch bestellen ...

Pressemitteilung vom 16.03.2017


Erfahren – Benennen – Verstehen. Den Alltag unter die Lupe nehmen. Festschrift für Michael Simon zum 60. Geburtstag
Illustration

Christina Niem, Thomas Schneider, Mirko Uhlig (Hrsg.)

In seiner wissenschaftlichen Arbeit hat sich Michael Simon neben anderem stets intensiv mit der Geschichte des Faches Kulturanthropologie/Volkskunde beschäftigt und konsequent einen selbstreflexiven ethnologischen Ansatz verfolgt. Bei aller kritischen Distanz ist es ihm immer daran gelegen, zu konstruktiven, diskursfähigen Ergebnissen zu kommen. Anlässlich seines 60. Geburtstages wird nun die Gelegenheit genutzt, aus den Forschungsfeldern, zu denen er im Laufe seiner Wissenschaftlerkarriere auf unterschiedlichste Weise Gesprächsangebote unterbreitet hat, ein Themenbukett zu präsentieren: Interkulturalität, Namenkunde, Fach- und Methodengeschichte, Medikalkulturforschung, Visuelle Anthropologie, Migration, Krieg und Alltag, Regionalforschung, Biografieforschung – um die wichtigsten zu nennen. Viele der Autorinnen und Autoren dieser Festschrift greifen in ihren Beiträgen die Anregungen zum wissenschaftlichen Austausch auf, andere verweisen auf thematische Schnittmengen zwischen den Arbeitsgebieten des zu Ehrenden und ihren eigenen wissenschaftlichen Interessen – Gemeinsamkeiten aufweisend und Fächergrenzen überschreitend. Buch bestellen ...


Brettlehupfer. Die Frühphase des Skilaufens im Hochschwarzwald (1890–1930)
Illustration

Constanze N. Pomp

„Es kamen allmählig gewiss 2000 Menschen zusammen, zahllose Schlitten. [...] Grossartig waren die Sprünge der Norweger. Festmahl sehr animirt.“ Mit diesen Worten beschrieb der Freiburger Professor August Gruber am 4. Februar 1906 die zehnten Schneeschuhwettläufe des Ski-Clubs Schwarzwald auf dem Feldberg. Wie seine ausführlichen Notizen belegen, faszinierte ihn und viele seiner Zeitgenossen eine neue Sportart, die gerade ihren Weg von Norwegen in den Hochschwarzwald gefunden hatte: der Skisport.
Auf der Grundlage einer breit angelegten Quellensammlung mit vielen bislang unbekannten Zeugnissen wird in der vorliegenden Studie der Versuch unternommen, dem Aufkommen des Skisports für einen klar abgesteckten Untersuchungsraum nachzugehen und seine Entwicklung hin zu einer regelrechten Massenerscheinung aufzuzeigen. Im Zentrum des Interesses stehen dabei ethnografisch-alltagswissenschaftliche, kultur- und sporthistorische sowie wirtschafts- und gesellschaftswissenschaftliche Bezüge. Buch bestellen ...


Eugen Diederichs und die Volkskunde. Ein Verleger und seine Bedeutung für die Wissenschaftsentwicklung
Illustration

Christina Niem

Mehrere Buchreihen machen den Eugen Diederichs Verlag für die volkskundliche Erzählforschung interessant: „Die Märchen der Weltliteratur“, der „Deutsche Sagenschatz“, „Die deutschen Volksbücher“, „Atlantis. Volksmärchen und Volksdichtungen Afrikas“ und weitere Themenfelder des Verlagsprogramms führen zu der Frage nach der Bedeutung von Verleger und Verlag für die Fachgeschichte der Volkskunde. Die Zeitspanne von der Verlagsgründung 1896 und Eugen Diederichs’ Tod im Jahr 1930 deckt sich mit der Institutionalisierungsphase der Disziplin Volkskunde, an welcher der Kulturverleger explizit Interesse äußerte und die er zu fördern trachtete. Neben der Buch- und Reihenpublikation, die zahlreichen Volkskundlern Foren zur Veröffentlichung bot, ergriff Diederichs weitere Fördermaßnahmen wie etwa die finanzielle Unterstützung eines volkskundlichen Lehrauftrags an der Universität Jena, den Hans Naumann wahrgenommen hat. Dieser Band leistet einen Beitrag zur Wissenschaftsgeschichte der Volkskunde, indem er auf Kontakte und Kooperationen zwischen Verleger und volkskundlich Tätigen hinweist, und Wirkungsabsichten der Akteure, vor allem auf dem Gebiet der Folkloristik, als Beitrag einer „Kulturentwicklung“ herausarbeitet. Buch bestellen  ...


Sinnentwürfe in prekären Lebenslagen. Interdisziplinäre Blicke auf heterodoxe Phänomene des Heilens und ihre Funktionen im Alltag
Illustration

herausgegeben von Mirko Uhlig, Michael Simon, Johanne Lefeldt

Prekäre Lebenslagen wie seelisches Leid, körperliche Krankheit oder die Konfrontation mit dem Tod befördern für viele Menschen eine kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftlich vorgegebenen Deutungsangeboten und lassen sie nach alternativen Sinnentwürfen suchen. Gerade im Bereich der modernen Medizin sind solche Konfrontationen zwischen akademischem Wissen, überlieferten Ordnungen und individuellen Lösungsansätzen in großer Deutlichkeit wahrzunehmen. Ihnen galt das Interesse einer interdisziplinären Tagung an der Universität Mainz im September 2013, bei der die Suche des Menschen nach Heil und Heilung in die Mitte der Betrachtungen rückte. Es ging in ausgewählten Beiträgen darum nachzuvollziehen, wie aus der Sicht von Betroffenen und Akteuren in krisenhaften Situationen des menschlichen Daseins sinnvolle Handlungsentwürfe entstehen, gesellschaftlich bedingt verhandelt und umgesetzt werden. Dieser Band dokumentiert die Ergebnisse der Forschungsbemühungen mit Aufsätzen aus der Kulturanthropologie, Ethnologie, Medizingeschichte sowie aus den Psychotherapie-, Geschichts-, Kultur- und Literaturwissenschaften.

Mit Beiträgen von Mita Banerjee, Dagmar Hänel, Christoph Leder, Johanne Lefeldt, Anne-Christin Lux, Florian G. Mildenberger, Martina R. Mühlbauer, Oliver Müller, Johannes Müske, Bernd Rieken, Uwe Schellinger, Michael Simon und Mirko Uhlig. Buch bestellen ...


Episteme der Romantik. Volkskundliche Erkundungen
Illustration

herausgegeben von Michael Simon, Wolfgang Seidenspinner, Christina Niem

Zu ihrem 25-jährigen Bestehen veranstaltete die „Gesellschaft für Volkskunde in Rheinland-Pfalz“ im Museum der Stadt Alzey eine wissenschafts­geschichtliche Tagung, deren Ergebnisse in diesem Band zusammengefasst werden. Im Mittelpunkt der Beiträge steht eine neuerliche Auseinandersetzung mit der Epoche der Romantik, die für die volkskundliche Fachentwicklung von großer Bedeutung gewesen ist und sich in ihren Nachwirkungen auch auf gesamtgesellschaftlicher Ebene bis in die Gegenwart verfolgen lässt. Der Ort der Veranstaltung beförderte die Idee, neben allgemein gehaltenen Abhandlungen – etwa über die damalige Gesellschaft, einzelne Wissenschaftler und die Rezeption romantischer Ideen – auch nach regionalen Ansatzpunkten für die weitere Forschung zu suchen. Es lag nahe, dabei insbesondere auf die gern verklärte Sagenwelt rund um den Rhein mit seinen einstigen Anwohnern, den Römern, Germanen sowie speziell den Nibelungen, einzugehen. Buch bestellen ...


Das Bensheimer Passionsspiel. Studien zu einem italienisch-deutschen Kulturtransfer
Illustration

Diane Dingeldein

In der südhessischen Stadt Bensheim an der Bergstraße findet seit 1983 an Karfreitag ein Passionsspiel statt, bei dem kostümierte Laiendarsteller in Gestalt einer Prozession den Leidensweg Jesu nachstellen. Die Idee dazu hatten eingewanderte Italiener, die von den Erinnerungen an das Karfreitagsgeschehen in ihren süditalienischen Heimatorten angeregt Personen aus ihrem Freundes- und Bekanntenkreis – Italiener und Deutsche – zum Mitmachen bewegten. Das Karfreitagsspiel ist über die Jahre zu einer Tradition und Attraktion der Stadt Bensheim geworden. Ziel dieser Studie ist es, Entwicklung, Bedeutung und Funktionen dieses „jungen“ Brauchs zu analysieren, vor allem in Hinblick auf den stattgefundenen italienisch-deutschen Kulturtransfer. Dabei interessiert besonders, inwieweit die von außen gesehen christlich motivierte Veranstaltung als Integrationsfaktor für die zugewanderte italienische Bevölkerung fungiert. Ergebnisse vergleichender Feldforschungen zur Karfreitagsgestaltung im Herkunftsgebiet der italienischen Träger des Passionsspiels vervollständigen die Analyse. Buch bestellen ...


Sport, Kunst oder Spiritualität? Eine ethnografische Fallstudie zur Rezeption japanischer budō-Disziplinen in Deutschland
Illustration

David Bender

In der hiesigen Gegenwartsgesellschaft sind zahlreiche Formen der Freizeitgestaltung anzutreffen, darunter auch die unter dem Begriff budō bekannten Kampfmethoden japanischer Herkunft. Disziplinen wie jūdō (Ringen), kendō (Fechten) und kyūdō (Schießen) können in Deutschland auf eine langjährige Geschichte zurückblicken, in deren Verlauf sich verschiedene Adaptionen ausgebildet haben. Diese Studie gewährt Einblicke in den Alltag der Praktizierenden. Neben Theorie und Praxis des budō werden die Funktion und die soziokulturelle Bedeutung für die Akteure empirisch beleuchtet: Was motiviert den Einzelnen zur Beschäftigung mit dem budō? Welche Rolle spielt das Trainingsritual? Wie gestaltet sich der Umgang mit dem Körper? Inwiefern beeinflussen exotische Leitbilder die Lebenswelt der Rezipienten? Unter Zuhilfenahme ethnografisch-qualitativer Methoden gibt der Verfasser auf diese und weitere Fragen Antwort. Buch bestellen ...


2000 Jahre Varusschlacht – Jubiläum eines Mythos? Eine kulturanthropologische Fallstudie zur Erinnerungskultur
Illustration

Jonathan Roth

2009 war das Jahr eines ungewöhnlichen Jubiläums: landesweit wurde unter prominenter Beteiligung des 2000. Jahrestages der ›Schlacht im Teutoburger Wald‹ gedacht. Dieses Ereignis, dessen historische Spuren sich weitgehend verloren haben, erlangte gleichwohl im Prozess der deutschen Nationalwerdung ›mythische‹ Bedeutung, die auch im Jubiläumsjahr im Mittelpunkt der öffentlichen Auseinandersetzung stand. Ausgehend vom Konzept der Erinnerungskultur untersucht der Autor zahlreiche Aktivitäten, die 2009 rund um das Thema Varusschlacht stattfanden. Dabei werden Kulturevents, Museumsausstellungen sowie Produkte eines multimedialen Geschichtsmarktes im Hinblick auf ihre erinnerungskulturelle Symbolik analysiert und damit Fragen zum Umgang mit Geschichte im Alltag thematisiert. Buch bestellen ...


Interkulturalität und Alltag
Illustration

herausgegeben von Judith Schmidt, Sandra Keßler, Michael Simon

Dieser Band fasst die Ergebnisse einer Ringvorlesung zusammen, die im Sommersemester 2010 an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz gehalten wurde. Vertreterinnen und Vertreter verschiedener kultur-, sprach- und literaturwissenschaftlicher Disziplinen referierten anhand anschaulicher Beispiele über den Forschungsstand zur Interkulturalität in ihrem Metier und verwiesen dabei auf die Bezüge des Konzeptes zur modernen Alltagskulturforschung. Eine Besonderheit dieser Veranstaltungsreihe war ihre Konzeption und Organisation durch Studierende des Faches Kulturanthropologie/Volkskunde, denen daran gelegen war, mit dem unterbreiteten Angebot ein aktuelles Themengebiet interdisziplinärer Forschungen genauer auszuleuchten. Für die Auseinandersetzung mit diesem Fragenkomplex hat die Textauswahl somit einen grundlegenden, einführenden Charakter. Buch bestellen ...


Bilder. Bücher. Bytes. Zur Medialität des Alltags
Illustration

herausgegeben von Michael Simon, Thomas Hengartner, Timo Heimerdinger, Anne-Christin Lux

Medien sind ein fester Bestandteil unserer Kultur. Sie repräsentieren alltägliches Leben, stellen Wissen zur Verfügung, liefern Sinnangebote und halten Handlungsoptionen bereit - und dies nicht erst seit dem digitalen Zeitalter. Die Wechselwirkungen zwischen alltäglichen Praktiken und deren medialer Vermittlung in historischer und gegenwartsbezogener Perspektive waren Thema des 36. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde, der vom 23. bis 26. September 2007 auf Einladung des Deutschen Instituts der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Abteilung Kulturanthropologie/Volkskunde, und der Gesellschaft für Volkskunde in Rheinland-Pfalz e.V. in Mainz stattfand. Der vorliegende Band liefert eine umfassende Dokumentation der auf dem Kongress diskutierten Beiträge und berücksichtigt neben den fachwissenschaftlichen Ansätzen auch interdisziplinäre und internationale Zugänge. Die mit dem Buch erscheinende DVD bietet zudem Einblick in die den Kongress begleitende Onlinepräsentation sowie Ausschnitte aus ergänzenden Bild- und Wortbeiträgen, die zum Kongress entstanden sind. Buch bestellen ...


Das Monster von Morbach. Eine moderne Sage des Internetzeitalters
Illustration

Matthias Burgard

Haben Sie schon einmal etwas über das Monster von Morbach gehört? Mit dieser Frage beginnt eine abenteuerliche Erzählung, die seit einigen Jahren vor allem im Internet kursiert. Thema ist die angeblich letzte Sichtung eines Werwolfes in Deutschland, die sich im Jahre 1988 in der Hunsrück-Gemeinde Morbach zugetragen haben soll. Der Verfasser der vorliegenden Studie hat sich auf die Spurensuche nach diesem ominösen Monster begeben. Dabei bedient er sich des Instrumentariums der volkskundlichen Erzählforschung, geht dem Phänomen sagenhafter Berichte in der Gegenwart nach und untersucht speziell die Geschichte der Werwölfe von der Antike bis heute. The Morbach Monster erscheint am Ende als moderne Sage im alten Gewand, deren Funktion und Verbreitung in enger Beziehung zur Präsenz amerikanischer Truppen in Rheinland-Pfalz stehen. Buch bestellen ...


Untersuchungen zur Mythologie des Kindes
Illustration

Richard Beitl

Mit Beiträgen von Klaus Beitl, Thomas K. Schippers
herausgegeben und eingeleitet von Bernd Rieken und Michael Simon

Mit "Untersuchungen zur Mythologie des Kindes" habilitierte sich der Germanist und Volkskundler Richard Beitl im Sommer 1933 an der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität. Anders als man meinen möchte, steht seine Arbeit nicht unter dem Einfluss der sich damals ausbreitenden NS-Ideologie. Vielmehr versuchte er, auf empirischer Grundlage einen Überblick über die so genannten Kinderschreckgestalten im mitteleuropäischen Raum zu geben und zu zeigen, was Kulturwissenschaftler, Psychologen, Pädagogen und Eltern im Umgang mit der kindlichen Angst voneinander lernen können. Seine Ausführungen über die Gestalten der niederen Mythologie wie den Bumann, den schwarzen Mann oder die Roggenmuhme thematisieren neben sprachgeschichtlichen Befunden den soziokulturellen Wandel von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Ausgang der Weimarer Republik und sind bis heute ein bemerkenswertes historisches Dokument aus der akademischen Frühphase der Volkskunde. Neben dem geschichtlichen Aspekt gibt das Buch darüber hinaus Auskunft auf die Frage nach der ethnopsychologischen Bedeutung von Angst und Magie im Weltbild des Kindes und ist daher auch von allgemeinem Interesse. Nach über 70 Jahren erscheint es hier zum ersten Mal im Druck. Buch bestellen ...