Das Stück "MenschGemacht" Szenisches Projekt 2011

 

 

K wird geboren. Er ist eine vollkommen undefinierte Person wie eine weiße Leinwand, ohne Sozialisation und Biographie. Es kommt in eine Welt, die unseren Alltag und unsere Kultur reflektiert. K imitiert das Verhalten der Menschen und versucht sich wie sie über Kleidung, Sprache und Verhalten zu definieren. Das funktioniert allerdings nicht immer, da K nicht dasselbe kulturelle Vorwissen hat wie die anderen Menschen, die ihrerseits versuchen K einzuordnen. K sieht und nimmt Eindrücke auf, es kann sie aber nicht verstehen und – nach allgemeiner Meinung – richtig einsetzen. K trifft Menschen in Alltagssituationen; es lernt verschiedene Varianten von Kunst kennen und trifft auf literarische Figuren und Situationen.
Das szenische Projekt MenschENGEMacht befasst sich mit den Begriffen Natur und Kultur. Können wir unsere Kultur unvoreingenommen von außen betrachten oder muss jemand, der das versucht, unweigerlich daran scheitern?

 

Wie verwenden Texte aus:

Bertold Brecht:
Baal (1918)
Das Elefantenkalb aus dem Anhang zu Mann ist Mann (1926)
Im Dickicht der Städte (1923)

Georg Büchner:
Woyzeck (1879)

Alfred Döblin:
Berlin Alexanderplatz (1929)

Franz Kafka:
Gib’s auf (1933/34)

Friedrich Nietzsche:
Also sprach Zarathustra (1885), 5.Vorrede

Antoine de Saint-Exupéry:
Der kleine Prinz (1934)

Jean-Paul Sartre:
L’existentialisme est un humanisme (1946)
Les mains sales (1948)
Situations III (1949)

 

Musik:
Richard Strauß: Also sprach Zarathustra
Joy Division: Heart and Soul
Bebel Gilberto: Samba de Bencao
Peter Tchaikovsky: Der Nußknacker
Michael Bublé: Fever
Schandmaul: Frühlingstanz
Gustavo Santaolalla: De usuahia a la quiaca

 

Filmausschnitte:
Fantasia (Walt Disney)
Enter the Void (Gaspar Noé)