Das Stück "Fadenspiel"

FADENSPIEL Das Szenische Projekt 2012

Das Motto des Kultursommers Rheinland-Pfalz „Gott und die Welt“ dient als Anstoß für das Thema des Szenischen Projekts 2012: Fadenspiel. Die Projektleitung übernimmt die Mainzer Theaterpädagogin und Regisseurin Heike Mayer-Netscher. Als Kooperationspartner konnte die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz, das Staatstheater Mainz und das Haus der Jugend gewonnen werden. Unterstützt wird das Projekt außerdem vom Kultursommer Rheinland-Pfalz.  

Vom Thema des Kultursommers inspiriert hat sich das Team von „Fadenspiel“ auf eine Reise durch die Zeit gemacht, um herauszufinden, was zu den verschiedenen Zeiten als „Von Gott gegeben“ oder „Schicksal“ angesehen wurde. Grundfragen für die Reise waren unter anderen: Welche Szenen/Texte der Dramen-, Literatur- und Kirchengeschichte befassen sich im Laufe der Jahrhunderte mit diesem Thema und wie lassen sich diese szenisch umsetzten? Wie wurden z.B.  Höfischen Festen inszeniert? Gibt es heute noch „Von Gott gegebene“ Umstände z.B. sozialer Hintergrund bestimmt die schulische Laufbahn? Und Wer oder Was bestimmt eigentlich unser Leben? Die Studenten haben Texte, Lieder, Ideen, Themen, Bilder, Artikel usw. gesammelt und werden diese in den Proben in Spielszenen umgesetzt. Zur Aufführung werden nicht nur Texte von Calderon, Goethe oder Brecht kommen, sondern auch Texte, die von den Studenten selbst verfasst wurden und in den Proben  nun szenisch umgesetzt werden. Hierbei wird immer versucht, auf den zu bespielenden Raum einzugehen.

Geleitet von den 3 Nornen der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, den Lebensgöttinnen der Germanen, werden Szenen zu Überbegriffen wie 'Schicksal', 'Gott gegeben' oder 'Selbstbestimmt' präsentiert. Passend zum Thema wird die Produktion für die Aufführungen vom Campus in die Welt gehen – genauer gesagt mitten in die Mainzer Innenstadt.
Ausgehend vom Haus der Jugend wird ein Theaterspaziergang starten, der die Zuschauer an verschiedenste Orte der Mainzer Altstadt, wie voraussichtlich das Naturhistorische Museum, die Ruine der Christophkirche oder auch den Landtag führen wird. Durch den Aufenthalt an verschiedenen Orten wird ein Stück der Stadt zur Kulisse.